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Interview mit meinem Großvater
über seinen Übergang von der Türkei nach Deutschland
In diesem Interview erzählt mein Großvater mir wie es in der Türkei war sowie die erste Zeit in Deutschland. Das Interview habe ich mit Frage und Antwort geschrieben.
Wie war das Leben in der Türkei?
Das Leben in der Türkei war nicht so gut, da unsere Religion nicht anerkannt war. Wir hatten Angst zu sagen, wer wir sind, denn es könnte sein, dass wir ins Gefängnis kamen. Wir waren Kurden und die Kurden wurden in der Türkei nicht anerkannt. Für die Türken waren die Kurden nur Bergtürken, denn für die Türken gibt es keine Kurden. Zugleich waren wir auch Yeziden und diese Glaubensgemeinschaft wurde erst recht nicht anerkannt, sie war in der Türkei verboten. Deswegen wechselten viele Yeziden vor Angst die Religion, vom Yezidentum in den Islam.
Wo genau in der Türkei habt ihr gelebt?
Wir haben ein paar Kilometer von der nächsten Stadt namens Batman, im Bezirk Besiri gelebt. Es war ein Dorf, wo wir das Feld bewirtschafteten.
Wie sah das Dorf aus, was hattet ihr alles gehabt?
Das was du heute alles hier in Deutschland hast, hatten wir in der Türkei gar nicht. Im Dorf hatten wir einen Brunnen zum Wasserholen, wir hatten keine Toiletten in der Wohnung, gegessen haben wir meist das, was wir selbst geerntet haben und ab und zu hatten wir mal Schaffleisch, aber das fast nur bei großen Festen.
Bist du in die Schule gegangen, wenn ja wie lange?
Wir waren arm und konnten uns meist die Schule nicht leisten. Ich war fünf Jahre in der Schule, ich habe nur die Grundschule besucht, danach habe ich mein Vater auf dem Feld geholfen. Wir hatten in der Schule und überhaupt Angst gehabt zu sagen, wer wir sind. Die Schule war ganz in der Nähe vom Dorf. Einer meiner Bruder ging als einziger aus unserer Familie vierzehn Jahre in die Schule. Damit er die Möglichkeit dazu hatte, schickte ich ihm Geld, damit er die Schule bezahlen konnte.
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